5 Nisan 2016 Salı

Stuttgart: 05.04.2016 – 7. Treffen Netzwerk Familienbildung: 'Familienbildung in der pluralen Gesellschaft – Transkulturalität als Herausforderung?'


@VeliAkademisiHD - Auf Einladung der Geschäftsführerin des Landesfamilienrats Baden-Württemberg, Frau Rosemarie Daumüller, hielt Prof. Dr. Havva Engin auf dem 7. Treffen des Netzwerks Familienbildung in Stuttgart einen Impulsvortrag zum Thema „Familienbildung in der pluralen Gesellschaft – Transkulturalität als Herausforderung?“

In ihrem Vortrag ging Havva Engin zunächst einleitend kurz auf die Geschichte der Familienbildung in Deutschland ein und skizzierte anschließend die Ausdifferenzierung und Pluralisierung der Familienkonstellationen. Es zeigt sich, dass in diesem Kontext zwischen den alten und neuen Bundesländern weiterhin signifikante Unterschiede vorhanden sind, beispielsweise in den alten Bundesländern als Familienform die Ehepaar-Familie mit 74% dominiert, dagegen dieser Wert in den neuen Bundesländern bei 51% liegt.


Im Hinblick auf Familien mit Zuwanderungsgeschichte zeigte Prof. Dr. Havva Engin auf, dass bereits 30% der Familien in Deutschland einen so genannten Migrationshintergrund aufweisen. Auf der Grundlage aktueller Studien zeichnete die Referentin die Kennzeichen von Migrationsfamilien nach. Demnach beginnt in Familien mit Zuwanderungsgeschichte die Elternschaft früher, leben nicht volljährige Kinder überwiegend in Paarfamilien, ist das Bildungsniveau der Eltern niedriger als bei Eltern ohne Zuwanderungshintergrund, ihr Einkommen signifikant niedriger, wird ein Teil des Familieneinkommens über Transfer- und Zusatzleistungen sicher gestellt und ist das Armutsrisiko signifikant höher, insbesondere in Familien mit mehr als zwei Kindern, als in der Vergleichsgruppe.

Als zentrale Erkenntnis müsse jedoch festgehalten werden, dass innerhalb der Gruppe „Familien mit Zuwanderungsgeschichte“ je nach Herkunftsland und soziale Schichtzugehörigkeit große Unterschiede existierten, so dass für Familienbildung die sozialen und ökonomischen Rahmenkontexte von herausragender Relevanz bleiben.

Im zweiten Teil ihres Vortrags skizzierte Havva Engin wie erfolgreiche Erziehungspartnerschaft in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft aussehen kann. In diesem Zusammenhang formulierte sie Gelingensbedingungen und zeigte exemplarisch Umsetzungsmöglichkeiten auf. @VeliAkademisiHD

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