28 Nisan 2017 Cuma

Fünfter Präsenztermin des 2. Durchgangs erfolgreich absolviert

Am 24./25.03. 2017 fand der fünfte Präsenztermin der zweiten Kohorte des Kontaktstudium statt.

Der erste Präsenztag, Freitag, der 24.03.2017, widmete sich einer immer wichtiger werdenden Thematik, nämlich der Frage der Gewalt gegenüber Geflüchteten in Deutschland. Hierbei stand nicht nur der Aspekt von Übergriffen auf geflüchtete Menschen und auf Unterkünfte und Liegenschaften, in denen Geflüchtete untergebracht sind, im Zentrum, sondern auch die Gewalt, denen insbesondere Kinder und Frauen in den Unterkünften ausgesetzt sind.

Zu diesem brisanten Thema konnte Patrick Orf vom Diakonischen Werk Heidelberg als kompetenter Referent gewonnen werden. Herr Orf arbeitet in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg in der Ehrenamtskoordination. Er berichtete von seinen einschlägigen Erfahrungen mit Geflüchteten im Rahmen der Erst-Registrierung und im Rahmen der Unterbringung, sowohl auf dem Gelände des PHV als auch dezentral. Herr Orfs verdeutlichte in seinem Workshop den Teilnehmenden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Unterbringung und zeigte auf und verwies auf konkrete Schutz-Möglichkeiten von Kindern und Frauen in den Unterkünften. Im Praxisteil nutzten die Teilnehmenden die Chance, sich mit Herrn Orf über die eigenen diesbezüglichen Erfahrungen auszutauschen.

Patrick Orf bei seinem Vortrag

Patrick Orf erläutert sein Tätigkeitsfeld im PHV

Der Referent in der Diskussion mit den Teilnehmenden


Am Samstag, den 25.03.2017 stand das Thema der Religiösen Radikalisierung bei muslimischen Jugendlichen sowie Geflüchteten im Zentrum. Referentin dieses Blocks war Prof. Dr. Havva Engin, die in den Themenblock mit der Vorstellung amtlicher Daten und aktueller Forschungsergebnisse einführte. Im zweiten Teil lernten die Teilnehmenden Porträts von Jugendlichen kennen, welche sich radikalisiert haben. Im Anschluss erarbeiteten sie anhand realer Fallbeispiele verschiedene Handlungsmöglichkeiten für die Beratung von Eltern bzw. Familienmitgliedern.

Patrick Orf mit Havva Engin

Im dritten Teil stand die Radikalisierung von Geflüchteten im Mittelpunkt. Auf der Grundlage aktueller Berichte und Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden wurden mögliche neuralgische Zeitfenster für die Radikalisierung von Geflüchteten herausgearbeitet. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden, ob und wenn ja, wie Radikalisierungsprozesse von Menschen erkannt werden können und welche diesbezüglichen Ansprechpartner und Organisationen existieren.

Auch an diesem Präsenzwochenende nahmen die Teilnehmenden erfolgreich an den angebotenen Sprachkursen Arabisch bzw. Farsi teil und vertieften ihre diesbezügliche Sprachpraxis.

Siehe: http://migration-und-flucht.blogspot.de/2017/04/funfter-prasenztermin-des-2-durchgangs.html

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